Computer-Hacker sind die Schattenseite des Computerzeitalters. Sie können in kurzen Augenblicken Schäden in Millionenhöhe verursachen. Hier sind sind schwerstenfälle der Computerkriminalität aufgedeckt. Aber ein Hacker ist von Grund auf nichts schlechtes, da ihr Wissen auch positiv eingesetzt werden kann. Viele Firmen stellen ehemalige Hacker ein, um Sicheitslücken im eigenen Computersystem aufzuspüren und die Sicherheitsmäßnahmen zu verbessern.
Für Wladimir Levin ein gefundenes Fressen. Ihm gelang im August 1995 der bislang größte Computer-Coup. Der Absolvent der Technischen Universität in St. Petersburg durchbrach alle Sicherheitssperren des Zentralrechners der Citibank in New York und plünderte monatelang Firmenkonten. Die Rekordsumme von rund 25.000.000 € überwies auf diverse Konten in Finland, Israel und den USA.
Im April 1996 wurde Levin auf dem Londoner Flughafen festgenommen und in New York zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
Zu den meistgesuchten Hackern in den USA gehörte auch Kevin Mitnick. Er hatte es auf den Hauptrechner der US-Regierung und des FBI abgesehen. Durch Software Diebstahl richtete er einen Schaden von 70.000.000 € an. Zwei Jahre lang wurde der Kriminelle per Steckbrief gejagt. Als er im Februar 1995 festgenommen wurde, fand die Polizei bei ihm unter anderem 20.000 gestohlene Kreditkartennummern. Mitnick wurde zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt.
Die Richter untersagten ihm jeglichen Kontakt zu Computern.
Auf die Kundenkartei der Computer-Firma ICA-Nect in Miami (USA) hatte es der deutsche Student Andy Hendrata abgesehen.
Er stahl 1996 über das Internet rund 11.000 Adressen aus dem Firmen-Computer und verursachte dadurch einen Sachschaden von etwa 90.000 €. Kurze Zeit später bot Hendrata dem Chef ein spezielles Sicherheitskonzept zum Preis von 24.000 € an. Hendrata wurde bei dem Deal festgenommen. Urteil: 1.200 € Geldstrafe.
Vice Miskovic drang 1996 über das Internet in das Computerssystem des Pentagongs ein. Mit handelsüblicher Software verschaffte er sich unter anderem Zugang in den Rechner einer US-Luftwaffenbasis ein. Die Polizei konnte Miskovic zwar stoppen, doch er konnte strafrechtlich nicht belangt werden. In Kroatien gibt es keine Gesetzte gegen die Computer Kriminalität.
Weniger Glück hatte der Londoner Musikstudent Richard Pryce. Auch er verschaffte sich illegalen Zugang zum Rechnernetz des Pentagons und fragte geheime Daten ab. Die Ermittler glaubten, es mit einem osteuropäischen Spionagering zu tun zu haben. Erst nach 13 Monaten flog Pryce bei einer Hausdurchsuchung auf und wurde im März 1997 zu einer Geldstrafe von 1.000 € verurteilt.